Raumorientiertes Denken, Verstehen,
Lehren und Handeln

Begründung raumorientiertes Denken, Verstehen, Lehren und Handeln

Raumorientiertes Denken und Verstehen ist für Menschen, die Inhalte weitestgehend von links nach rechts und von oben nach unten lernen, schwierig zugänglich oder zumindest ungewohnt. Bereits nonlineare und nonhierarchische Themen- und Prozesslandschaften sind schwierig zu verstehen und in reinen 2D-Visualisierungen oft überladen.
Zudem wird das Verständnis und die Dynamik von relationsbasierten, nonlinearen und nonhierarchischen Modellen aus meiner Sicht zu wenig gefördert und integriert.

These

Wer sich mit dem räumlichen Denken auseinandersetzt, gewinnt zusätzliche Einsichten und Kompetenzen sowohl im Bereich Didaktik, Prozesse, Change-Management, Psychologie, andere…

Antithese

Raumorientiertes Denken ist zu komplex, sowohl in der Theorie als auch in der Umsetzung. Zudem ist das Thema nur wenig wissenschaftlich bearbeitet.


Ziel und Zweck von Raumkonstellationen und Rauminterpretationen

Mit den Objekten Raumkonstellationen und Rauminterpretationen widme ich mich ganz dem Thema „Räumliches Denken und Verstehen“.

Die Objekte sehe ich als eine Art Baukasten. Sie sind bzw sollen interaktiv gesehen und eben auch behandelt werden. Im Wort behandelt ist das Wort Hand enthalten; also soll Hand anlegen an die Objekte, man soll sie drehen, Teile austauschen, Elemente ersetzen… kurz mit allen Seiten und den möglichen Elementen arbeiten. Alle Seiten meint hier den Umgang mit allen drei Dimensionen und den damit verbundenen Wirkungen.

Das System

Die Konstellation

Etwas systematisch betrachtet bilden eine Konstellationen – damit meine ich das Gesamtobjekt- und die damit verbundenen Teilkonstellationen – das sollen die einzelnen Ebenen zeigen – den damit verbundenen Raum ab – in der Projektsprache spricht man hier vom Scope also dem Projektrahmen.

Eine Konstellation kann also folglich ein Projekt, eine Idee aber auch eine Teamkonstellation etc. visualisieren oder noch etwas weitergehend symbolisieren.

Die Teilkonstellation

Dabei sind die Teilkonstellationen Bestandteile der Konstellation. Die Ausgestaltung dieser Bestandteile berücksichtigt – zur Zeit noch ausschliesslich (Stand März 2026) – die „Aussenform“ der Konstellation.

Dann aber werden die Teilkonstellationen spezifisch, d.h. die „Charakteristik“ variiert mehr oder weniger stark untereinander wobei gewisse Konzeptelemente berücksichtigt werden, da die Teilkonstellationen vom Layout der Konstellation bestimmt werden bzw. diese visversa bestimmen.

Die Relation

Als weiteres wichtiges Element sind die Relationselemente sichtbar. Die Relationselemente durchstossen bzw. nutzen die Teilkonstellationen ganz oder teilweise und „verbinden“ diese.

Die Relationselemente sind die eigentlichen Gestaltungsobjekte der Konstellationen.

Hier verweise ich auf den Essay von Herrn Estermann, der die Substanz orientierte Sicht des Abendlandes der Relations orientierten Sicht – hier am Beispiel der andinen Völker – gegenüberstellt und quasi eine Art Paradigmenwechsel erkennen lässt für uns Abendländer.

https://de.wikipedia.org/wiki/Josef_Estermann_(Philosoph)

Die Interaktion

Das nicht sichtbare Element welches gewissermassen letztendlich die Objekte begleiten oder charakterisieren soll ist die Interaktion. Erst die Interaktion bringt Dynamik oder etwas philosophisch das Leben in die Objekte.

Es ist etwa wie in der IT: ein Datenmodell bringt Ordnung und Struktur in Daten, ein Relationsmodell bildet die Basis für Dynamik wie Prozesse, Automatisierungen, Rollenstrukturen etc. aber ohne Interaktion, welche die Energie im System aber vor allem die Nutzung durch den Menschen darstellt, ist das Ganze wenig nütze.

Spielerei oder Kunst?

Zum Schluss gilt es ein paar Gedanken zur Einordnung der Objekte zu verlieren. Ist das nun Kunst? Oder ist das Spielerei? Es kann beides sein, sicher aber soll es eine Spielerei sein. Denn erst spielerische Elemente und der Umgang damit macht aus meiner Sicht z.B. ein Konzept, eine Idee vollständig zugänglich. Ich gehe noch einen Schritt weiter. Der Umgang mit komplexen Themenwelten mit vielschichtigen Relationen und Prozessen profitiert von solchen Objekten. Will heissen, dass sowohl Themenwelten als auch Relationskonstitutionen gesucht und durch den ganzheitlichen Zugang Verständnis und Weitblick fördern können.

Und warum soll Kunst nicht spielerisch sein?


Beispiele bezüglich räumlichem Denken aus der Kunst:

Letztlich wird die Grafik je nach Standort in der räumlichen Konstellation komplett, die Truly Design unter Anamorphic Art realisiert hat.

Stereobilder und Stereocollagen

Experiment eines Stereobildpaares, welches mit einem eingefügten Bildpaar – das zudem seitenverkehrt integriert ist – kombiniert wurde.
(Räumliche Wirkung nur mittels Stereoskop oder Parallelblick erkennbar)
Stereocollage aus 7 verschiedenen Stereobildern
(Räumliche Wirkung nur mittels Stereoskop oder Parallelblick erkennbar)

Relationator

Relationen und deren Qualifizierungen bilden einen elementaren Teil im Gesamtverständnis vom räumlichen Denken und Verstehen. Was womit in welcher Art in Bezug steht, bildet eine Art Charakter oder Einzigartigkeit des räumlichen Momentums. (Im Bau Stand Mai 2025)

Erst das Erkennen und allfällige Beeinflussen von Relationen erschliesst die Gesamtfunktion eines Systems.

Die Schrift von Josef Estermann hat hier als Bezug zur Andinen Philosophie nochmals viele Aspekte eröffnet. Die Relation wird dort als Voraussetzung für die Substanz (Themen, Objekte) bestimmt. D.h., dass erst die Relation die Daseinsberechtigung und die damit verbunden „Qualität“ der Substanz (Objekte) definiert.

Erst ein differenziertes Relationsverständnis kann sinnvolle Dynamiken/Prozesse und Abläufe gewährleisten und die entsprechenden Substanzen integrieren bzw. die Art des Bedarfes der Substanz formulieren.

Stand Mai 2025 – noch in Entwicklung