
Mit einem linken und rechten Halbbild werden stereoskopisch erfasste Bilder dreidimensional.
Keine Neuheit – auf dem Bild ein Stereoskop von Charles Wheatstone 1838.
Die folgenden Bilder müssen mit einem Spiegelstereoskop oder dem Parallelblick angeschaut werden.
Nur so ist die räumliche Wirkung erkennbar.
Stereocollagen

Diese Stereocollage besteht aus sieben Stereobildern, die teilweise segmentiert kombiniert wurden.

Diese Stereocollage besteht aus zwei Stereobildern.
Stereofusionen

Bei diesem Bild handelt es sich um eine Stereofusion – d.h. es werden zwei oder mehrer Stereobilder ineinander kopiert.
Die Bilder wurden an getrennten Orten und zu unterschiedlichen Zeitpunkten aufgenommen. Man bringt so Raum und Zeit von zwei völlig unterschiedlichen Situationen „zusammen“.
Im 2D-Bereich spricht man dann auch von Doppelbelichtungen, wobei dann oft der zeitliche Abstand zwischen den beiden Bildern sehr kurz ist.

Die Kombination von Raum und dem entsprechenden Zeitpunkt mit Stereofusionen kann durchaus seine Brisanz haben.
Im Hintergrund eine Frau am Webstuhl beobachtet von hübsch gekleiden Männern, die offensichtlich sehr interessiert zuschauen. Dieses Bild stammt aus dem Otto Schönstein Verlag, der von der Nationalsozialistischen Partei Deutschlands in den späten 30er Jahren instrumentalisiert wurde und eine heile demokratische Welt inszenierte.
Das zweit Bild stammt aus einer Landsgemeinde in der Schweiz in den 90er Jahren – Demokratie, die vom Volk gelebt wurde und vom Volk gelebt werden muss.
Stereomosaike

Stereomosaike entstehen durch die Spiegelung über die beiden Achsen von Stereobildern.
